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Über mich

Ich rede nicht über Schnittstellen, ohne sie zu verstehen

Es gibt in diesem Feld erstaunlich viele Menschen, die über Schnittstellen sprechen, ohne je eine eingerichtet zu haben. Man erkennt sie daran, dass sie in Sitzungen nicken, wenn die IT sagt, etwas gehe nicht.

Angefangen hat es damit, dass ich mit dreizehn zu Hause meinen Rechner aufgeschraubt habe. Nicht, weil er kaputt war, sondern weil ich wissen wollte, was darin passiert. Danach war er zweimal kaputt, und beim dritten Mal habe ich ihn wieder zum Laufen gebracht. Das ist der ganze Ursprung, und er erklärt mehr über meine Arbeitsweise als jede Zertifizierung, die ich anschließend hätte erwerben können.

Martin Echt bei einem Vortrag am Rednerpult
Vorn im Saal stehe ich mit meinem Namen. Das ist ein guter Grund, jede Zahl vorher bis zur Quelle zu verfolgen.

Der Werdegang

Zwölf Jahre in einem Betrieb, in dem Papier zu Daten wurde

Nach dem Studium an der HAW Hamburg und einer kurzen Zeit bei einem Wirtschaftssender bin ich 2010 bei einem Hamburger Scandienstleister eingestiegen. Von August 2011 bis Januar 2014 war ich dort gleichzeitig IT-Leiter und Assistent der Geschäftsleitung — zwei Perspektiven auf denselben Betrieb, jeden Tag: unten die technische Sicht, oben die kaufmännische. Es war anstrengend und im Rückblick die wertvollste Zeit meiner Ausbildung.

Ab 2014 kamen Betriebsleitung und Prokura dazu. In diesen Jahren habe ich gesehen, was mit Unterlagen passiert, bevor sie in irgendeinem System landen, und vor allem, in welchem Zustand sie dort ankommen. Rechnungen, Personalakten, Bauunterlagen, Vorgänge einer Behörde. Wer das einmal durch ein Haus hat laufen sehen, entwickelt ein Gefühl dafür, wie Arbeit tatsächlich organisiert ist — und eine gewisse Immunität gegen Präsentationen, in denen „nahtlose Integration“ steht.

Diese Zeit ist das Fundament meiner Selbstständigkeit. Zum 1. Januar 2022 habe ich die Martin Echt GmbH gegründet; das Beratungsmandat für das Haus, in dem ich groß geworden bin, besteht bis heute und erhält mir den Blick in einen laufenden Betrieb. Das ist kein Rest aus alten Zeiten, sondern der Grund dafür, dass meine Beispiele aus der Praxis stammen und nicht aus Studien.

Was das ausmacht

Der Unterschied im Projektalltag

Er zeigt sich in genau einem Moment: wenn jemand sagt, etwas gehe nicht.

Ich kann dann nachfragen, woran es liegt — an der Lizenz, an der Version, an einer fehlenden Berechtigung, an einem Feld, das im Fremdsystem nicht existiert, oder daran, dass es niemand ausprobiert hat. Vier dieser fünf Antworten sind lösbar.

Das ist keine Misstrauenserklärung gegenüber IT-Abteilungen. Ich habe eine geleitet und weiß, wie berechtigt viele dieser Einwände sind: Wer nachts um drei für einen abgebrochenen Import geradesteht, hat ein gutes Recht auf Vorsicht. Was ich verhindern will, ist etwas anderes — dass ein fachlicher Bedarf an einer technischen Aussage scheitert, die niemand im Raum prüfen kann.

Praktisch heißt das: Ich lese Schnittstellenbeschreibungen, sehe mir Protokolldateien an, kann eine Datei mit einem Datensatz aufmachen und beurteilen, ob das Feld tatsächlich fehlt oder nur nicht befüllt ist. Ich baue keine Fachanwendungen und trainiere keine Modelle — dafür gibt es Leute, die das den ganzen Tag machen. Aber ich kann bis dorthin mitgehen, wo die Entscheidung fällt.

Eine Randbemerkung

KI-Projekte gehören nicht in die IT-Abteilung

Der Vollständigkeit halber, weil es sonst missverstanden wird: Aus meinem technischen Hintergrund folgt nicht, dass ich KI-Vorhaben in der IT verorten würde. Im Gegenteil. Die schwierigen Entscheidungen sind fachliche — welcher Vorgang angefasst wird, was automatisch entschieden werden darf, welches Ergebnis gut genug ist. Diese Fragen kann eine IT-Abteilung nicht beantworten, und sie sollte es auch nicht müssen. In die IT gehört der Betrieb: Zugänge, Protokollierung, Schnittstellen, Ausfallsicherheit.

Nur ist das im Moment die zweite Frage. Solange die sechs Hausaufgaben offen sind, ist die Zuständigkeit für ein KI-Vorhaben ein Streit über die Sitzordnung in einem Zug, der noch im Bahnhof steht.

Über Rollen und Verantwortung ausführlich auf ki-transformation.pro

Abgrenzung

Was ich nicht anbiete

Ich erbringe keine Scan- oder Digitalisierungsleistungen. Wo die Erschließung analoger Bestände zur Voraussetzung eines Vorhabens wird, unterstütze ich bei Anforderung, Auswahl und Steuerung eines Dienstleisters. Ausgeführt wird sie von einem Fachbetrieb, nicht von mir. Der Vollständigkeit halber: Ich berate einen Anbieter dieses Marktes und lege das deshalb hier offen.

Ich verkaufe keine Lizenzen und beziehe von keinem Hersteller eine Provision. Und ich erbringe keine Rechtsberatung — welche Frist Sie trifft, kann ich sagen; ob Ihre konkrete Umsetzung standhält, muss ein Anwalt oder Ihr Steuerberater beurteilen.

Vollständiger Werdegang und Veröffentlichungen auf martinecht.de

Kontakt

Wenn Sie wissen wollen, wo Sie stehen

Wenn Sie wissen wollen, ob das zu Ihrer Lage passt: Schildern Sie mir kurz einen Vorgang, der bei Ihnen nicht rundläuft. Daran merken wir beide in zehn Minuten, ob ich helfen kann.

web@echt-gmbh.de
+49 170 750 28 10

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