Vorgehen
Wie ich arbeite
Fünf Schritte, von denen der erste am meisten über Ihr Haus verrät und der letzte über den Erfolg entscheidet. Dazwischen liegt der Teil, den man gemeinhin Beratung nennt.
Ich komme nicht mit einem Vorgehensmodell und keiner Methodik mit Eigennamen. Was ich mitbringe, ist die Reihenfolge und die Bereitschaft, mich bis in die Einstellungen hinein damit zu beschäftigen.
Die fünf Schritte
Mitlaufen
Ein bis zwei Tage im Haus, bei den Leuten, die die Arbeit machen. Ich sehe mir echte Vorgänge an, von der Auslösung bis zur Ablage, und schreibe mit. Keine Fragebögen, keine Reifegradmatrix — die beschreibt nur, was Führungskräfte über ihren Betrieb glauben.
Befund
Eine schriftliche Einschätzung: welche der sechs Hausaufgaben offen sind, wie weit jeweils, und was das im Alltag konkret kostet. Dazu eine Reihenfolge mit Aufwandsschätzung. Zehn bis fünfzehn Seiten, in der Sprache Ihres Hauses und nicht in der von Beratungsangeboten.
Auswahl, falls nötig
Wenn ein System fehlt — Dokumentenmanagement, Freigabewerkzeug, Rechnungseingang — schreibe ich die Anforderungen auf, hole Angebote ein und bin bei den Vorführungen dabei. Ich verkaufe keine Lizenzen und beziehe keine Provision. Bei manchen Häusern endet dieser Schritt mit der Feststellung, dass das vorhandene System reicht und nur niemand es eingerichtet hat.
Umsetzung
Hier hört bei den meisten Beratern die Leistung auf, und hier fängt der Teil an, in dem sich entscheidet, ob etwas läuft. Ich begleite die Einführung bis in die Konfiguration hinein: Felder, Rechte, Freigabewege, Schnittstellenlogik. Nicht, weil ich Ihrer IT die Arbeit wegnehmen will, sondern damit an der Stelle jemand sitzt, der beide Seiten übersetzen kann.
Nach acht Wochen nachsehen
Der unbeliebte Termin. Wird das benutzt, wie es gedacht war? Wo ist ein Sonderweg entstanden? Diese Frage entscheidet über den Erfolg, und sie wird fast nie gestellt, weil die Antwort unangenehm sein kann.
Der Unterschied
End-to-End heißt: bis in die Konfiguration
Der häufigste Bruch in Digitalisierungsvorhaben liegt zwischen Konzept und Umsetzung. Es gibt ein Papier, das jeder gut findet, und dann eine Einführung, in der es niemand mehr liest, weil das System bestimmte Dinge nun einmal anders macht. Am Ende steht ein Betrieb, der zu seinem Werkzeug passt, statt umgekehrt.
Deshalb bleibe ich dabei. Ich sitze bei der Einrichtung mit am Tisch, sehe mir die Felder an, prüfe die Freigabewege gegen das, was ich beim Mitlaufen gesehen habe, und frage nach, wenn eine Einschränkung genannt wird. Das ist der Punkt, an dem mein technischer Hintergrund tatsächlich etwas wert ist.
Wenn mir jemand sagt, eine Schnittstelle gehe nicht, kann ich fragen, woran es liegt — und die Antwort einordnen. In der Hälfte der Fälle geht es doch. In der anderen Hälfte geht es wirklich nicht, und dann weiß ich auch, warum.
Formate
In welchen Formen das läuft
Der Befund allein. Mitlaufen, schreiben, übergeben. Danach machen Sie selbst weiter oder mit jemand anderem. Das ist der häufigste Fall bei Häusern, die eine eigene IT haben und nur eine Einschätzung von außen brauchen.
Befund und Begleitung. Ich bleibe über die Umsetzung dabei, mit einem festen Tagesanteil im Monat. Das ist die Form, in der am meisten passiert, weil jemand da ist, der nachfragt, wenn nichts passiert.
Punktuell. Eine Systemauswahl, eine Prozessaufnahme, ein zweites Augenpaar bei einer Ausschreibung. Auch das geht, und manchmal ist es genau richtig.
Was ich nicht anbiete, sind Vorhaben, die ich nicht sauber begleiten kann. Wenn ich Ihnen absage, liegt es in aller Regel daran und nicht am Auftrag.
Mitwirkung
Was ich von Ihnen brauche
Drei Dinge, und alle drei kosten Sie mehr als mein Honorar: Zugang zu den Leuten, die die Arbeit tatsächlich machen. Eine Person im Haus, die benannt ist, Zeit hat und entscheiden darf. Und die Bereitschaft, mir auch die Vorgänge zu zeigen, die schlecht laufen.
Das dritte ist das schwierigste. Ich habe noch kein Haus gesehen, in dem alles läuft, und ich erzähle es auch niemandem weiter. Wer mir nur den Vorzeigeprozess zeigt, bekommt einen Befund über den Vorzeigeprozess.
Kontakt
Wenn Sie wissen wollen, wo Sie stehen
Ein erstes Gespräch dauert zwanzig Minuten und kostet nichts. Wenn danach klar ist, dass Sie mich nicht brauchen, sage ich das auch.